Der Café-Betrieb beginnt wieder am Montag, den 12.1.2026.
Auch wenn das gesellschaftliche und politische Umfeld nicht immer einfach scheint und man nur die Stolperdrähte sieht, so blicken wir dennoch mit Zuversicht auf das frische Jahr.
Ich wünsche uns allen bessere Aussichten und einen klaren Blick für das Notwendige. Der Frühling wird kommen!
Am Montag, den 15.12.2025 war es wieder soweit: die traditionelle Weihnachtsfeier des Cafés!
Bei Tee, Kaffee, Plätzchen Tannengrün, Mandarinen, Kerzen und einem großen Weckmann kamen viele Besucherinnen und Besucher, darunter sehr viele Kinder.
Schöner weihnachtlicher Gesang und die Klavierbegleitung ermunterten zum Mitsingen und natürlich gab es kleine Geschenke für die Kleinen und Großen. Bei guter Unterhaltung wurden alte Freundschaften aufgefrischt und neue geschlossen.
Das Stück „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ wurde für die Kinder gespielt. Dank des Einsatzes von Hermann Carl, seiner „Rollenden Waldschule“ vom Erlebnismuseum Monschau und seines Signalhorns klopften ein echter Hase, ein Fuchs und der große Bär in dunkler Nacht bei Schneesturm an die Tür des kleinen Häuschens von Wanja:
‚Weit fort in einem kalten Land, steht Wanjas Haus am Waldesrand‘
Und sie verbringen die Nacht gemeinsam friedlich zusammen, obwohl sie am Anfang voreinander Angst hatten . Am Morgen des nächsten Tages heißt es dann:
‚Wir haben wirklich diese Nacht gemeinsam friedlich zugebracht. – Was so ein Schneesturm alles macht!‘
Die Tiere durften danach gestreichelt werden und manches Kind traute sich sogar die Zähne des Bären anzufassen.
Der Nachmittag hat allen viel Spaß gemacht.
Das Team des Café International Monschau wünscht allen Besucherinnen und Besuchern ein schönes Weihnachten, ein gutes und friedliches Neues Jahr 2026!
Wir öffnen wieder, wie immer, nach den Weihnachtsschulferien am Montag, den 12. Januar 2026.
Es war ein schöner, warmer Spätsommertag. Der Bus mit spanischem Busfahrer organisiert vom Arbeitskreis Langschoß brachte uns von Simmerath nach Xanten am Niederrhein. Wir waren eine bunte Gruppe mit Menschen aus der Ukraine, Syrien, Iran, Somalia, um nur einige Nationalitäten zu nennen. Schon die Fahrt vorbei an den großen Braunkohletagebauen war interessant und es gab viele Fragen dazu.
In Xanten hatten wir zwei erfahrene Guides, die das Leben und Flair der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana mit 12.000 Einwohnern und des Legionslagers mit 2 Legionen zu je 5.000 Mann zum Leben erweckten. Einige der Attraktionen waren:
Das große Amphitheater, in dem Gladiatorenkämpfe und Kämpfe mit den damals heimischen wilden Tieren (Braunbären) stattfanden.
Die römische Herberge (Mansio), die heute zu Kaffee und Kuchen einlädt und in der man die eine Vorstellung eines römischen ‚Hotels‘ bekam.
Das römische Bad mit kalten und warmen Wasserbecken und Fußbodenheizung (Hypokaustum). Auch dazu gab es viele Fragen.
Im Weiteren sah man römische Werkstätten und Handwerkerhäuser, in denen Handwerker ihre Künste zeigten. Ein Fischer erklärte uns die Fischernetze, Haken und Reusen, die sich gar nicht so sehr bis heute geändert haben und die auch so in Nordafrika gebräuchlich sind.
Ein Highlight ist das große Römermuseum, in dem man viele Aspekte der römischen Kultur auf mehreren Etagen besichtigen kann und auch römische Fundamente der ehemaligen Stadt betrachten kann. Nur 30% des Geländes ist ausgegraben. Es gibt also noch viel in Zukunft zu entdecken.
Es war schön zu sehen, dass einige Kinder den Guide interessiert nach vielen Details fragten und der dann die Wasserversorgung der antiken Stadt mittels mehrerer Aquädukte und Brunnen erklärte.
Es war ein schöner entspannter Tag mit guten Gesprächen und vielen neuen Kontakten und man merkte, dass das Interesse an Geschichte sehr groß war.
Die Aachener Nachrichten haben einen Artikel über das Café International Monschau e.V. am 15.9.2025 veröffentlicht. Dieser Artikel gibt eine sehr gute Übersicht über unsere Arbeit.
Als Cafe wollen wir ergänzend zu diesem Artikel anmerken:
Einige der im Artikel genannten Ausflüge wurden gemeinsam mit dem Arbeitskreis Langschoss (AKL) durchgeführt, der sich um Geflüchtete in Langschoss und Simmerath kümmert. Dafür sind wir dem AKL und insbesondere Helmut Dercks sehr dankbar, da der AKL dafür Spendengelder verwenden konnte. Es ist uns wichtig zu erwähnen, dass diese Ausflüge ohne den AKL so nicht möglich gewesen wären. Wir bedauern, dass dies in dem von der Zeitung verfassten Artikel nicht zum Ausdruck gekommen ist. Die Vernetzung und Zusammenarbeit des Café International Monschau mit anderen Initiativen in der Nordeifel ist für alle Geflüchteten von großer Bedeutung!
Es war wie bestellt – pünktlich zu Beginn unseres Sommerfestes kam die Sonne heraus! Es begann mit einer kleinen Wanderung. Um 14 Uhr war der Treffpunkt vor dem Café International beim Pfarrheim in der Schulstrasse in Imgenbroich. Von dort gingen die Kinder mit den Erwachsenen und einigen Begleiterinnen des Cafés mit Sack und Pack den Weg zur Belgenbach-Grillhütte. Dort war schon von den Helferinnen des Cafés ein Buffet vorbereitet. Ab 14:30 kamen die ersten guten Läufer bei der Grillhütte an. Das größere Teilnehmerfeld kam etwas später.
Am Buffet der Grillhütte gab es dann eine Stärkung und kalte Getränke. ‚Spontan‘ wurde auf dem Feuerplatz ein Feuerchen angezündet (natürlich vom einzigen männlichen Betreuer des Cafés), das vor allem die Jungs erfreute.
Es wurde Fußball gekickt (davon waren mehrere auf dem Spielfeld, also nicht ganz regelkonform), Federball gespielt und Seil gehüpft. Dabei erwies sich ein mehr als 30 Jahre altes Abschleppseil von Inge Theißen als universelles Sportgerät. Viele Kinder und auch Erwachsene liefen hier zu Höchstform auf!!
Auch zum Tauziehen wurde das Seil gebraucht. Wenn allerdings die Kinder erst daran ziehen und dann plötzlich loslassen, dann machen die Erwachsenen schon mal eine Rolle rückwärts so wie unser Schriftführer.
Man hatte den Eindruck, dass sich der Ablauf des Festes teilweise selbst organsierte (Selbstorganisation und Chaos?), obwohl zum Gelingen viele ihren Beitrag leisteten.
Die sprachliche Verständigung war nicht immer perfekt und es bildeten kleine Gruppen der Landsleute: Iraner, Ukrainer, Somalier, … aber die kulturelle Verständigung war exzellent und Spaß war immer dabei!
Zum Schluss noch unser herzlicher Dank an Heinz-Herman Palm, der uns die Grillhütte des Eifelvereins zur Verfügung gestellt hatte, für alles, was er für uns getan hat!
Kurzum: das Fest war sehr schön, sehr entspannend, kulinarisch lecker und mit viel Spaß verbunden. Die allgemeine Meinung ist: wir müssen das unbedingt wiederholen!
Die Zeiten sind unruhig. Speziell das Thema Migration ist ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung gerückt, als ob das Wohl unseres Landes nur davon abhinge. Wir verkennen nicht die große Bedeutung des Themas und sehen auch die Probleme. Allerdings gibt es übergeordnete Themen, die für unser Land zentral sind:
Sicherheit in Europa, Ukrainekrieg, europäische Zusammenarbeit, die vertragliche Verlässlichkeit auf europäischer Ebene (Schengen Abkommen), Wirtschaft, Soziales und Klimaveränderung.
Unser Verein beschäftigt sich mit den Auswirkungen von globaler Migration und versucht mit unseren Möglichkeiten, die Integration von geflüchteten Menschen zu unterstützen. Natürlich gibt es bei diesem Thema Probleme, aber eben auch Chancen.
Wir als Verein versuchen Probleme in Chancen zu verwandeln. Dafür arbeiten wir auf den folgenden Gebieten (das steht auch so im Wesentlichen in unserer Satzung!):
Wir fördern die Begegnung zwischen Geflüchteten und Einheimischen.
Wir fördern den Erwerb der deutschen Sprache.
Wir unterstützen Menschen und ihre Familien im Alltag (z.B. Jobsuche, Wohnungssuche,…) und bei Behörden.
Wir arbeiten mit Kindern (Spielgruppe, Schwimmkurse) und helfen bei Schulfragen oder Schulproblemen.
Wir unterstützen beim Erlernen demokratischer Strukturen auf der Grundlage unserer Verfassung. Und wir sind gegen rechtsradikale Tendenzen und rassistische Einstellungen tätig.
Seit 1994 existiert unser Verein (als eingetragener Verein seit 2017) und wir freuen uns, einen positiven Beitrag zur Integration leisten zu können. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Menschen, die in die Eifel als Geflüchtete gekommen sind, hier Arbeit und Wohnung gefunden haben und nicht mehr die sozialen Sicherungssysteme belasten. Ihre Kinder gehen in Kindergärten und Schulen. Hier nur ein kleiner Ausschnitt der Berufe von Menschen, die hier Heimat gefunden haben:
Busfahrer
LKW-Fahrer
Pflegehelfer / -innen
Mitarbeiter / -innen in sozialen Diensten
Arzt / Ärztin
Reinigungskräfte
Angestellte in Restaurants und Hotels
Schneider
Fliesenleger (Unternehmer)
Unternehmer in der Gastronomie
Haushaltshilfen
Aushilfen im Schwimmbad
Mitarbeiter im Gartenbau
Produktionsmitarbeiter /-innen
Mitarbeiter im Baumarkt
Altenpfleger/ -innen
Kindergartenhelferinnen
IT-Mitarbeiter / -innen
Logistikmitarbeiter
Verlagsmitarbeiter
Bäcker
Mitarbeiter im Supermarkt
Und noch vieles mehr!
Wenn wir uns vorstellen, dass all diese Menschen nicht hier leben würden, dann wäre das ein großer Verlust für uns und die Region. Allein das Fahren mit dem Bus oder die Pflege älterer Mitbürger wären wahrscheinlich in vielen Fällen unmöglich.
Wir als Verein sind stolz, zusammen mit anderen Vereinen in der Städteregion Aachen, bei der Integration helfen zu können!
Hier ein paar Eindrücke von unserer diesjährigen Weihnachtsfeier im Café, die ja schon eine langjährige Tradition hat.
Die Stimmung war sehr gut und sehr entspannt bei Kerzenschein und Tannengrün mal ohne all die Krisen dieser Welt. Es gab Kakao, Café, Tee aus dem Samowar, Gebäck, einen Riesenweckmann (dessen Leben leider sehr kurz war, da er mit Butter und Marmelade verfeinert einfach zu gut schmeckte!), Klavierspiel mit Gesang und viele gute Gespräche!
Weckmann oder -frau.
Gute Stimmung und Stimmen.
In der oberen Etage war das Kasperletheater für die Jüngeren (zu dem sich auch Ältere verirrten und gebannt folgten!) und Billiard (manchmal auch gleichzeitig). Das Theater-Krokodil war etwas zahnlos – vielleicht hatte es seine Zähne bei dem Versuch Billardkugeln zu essen verloren? Es ist auch schwierig für ein Krokodil sich in der Eifel nachhaltig gesund zu ernähren (ich glaube, wir schicken es mal zur Monschauer Tafel!). Es versuchte dann Geschenke zu vertilgen, konnte aber durch gutes Zureden gebändigt werden und durfte schließlich auch mitfeiern.
Ein schönes Fest, das gerne noch länger hätte dauern können!
Kasperletheater. Wo steckt das Krokodil?
Das Team des Café International wünscht allen Besuchern und Freunden frohe Festtage und ein gutes Neues Jahr 2025!
Es war ein schöner Herbsttag – warm und mit viel Sonne! Gute Stimmung – Einheimische, Touristen und Geflüchtete, auch ein paar Biker mit und ohne Motor, Kinder, Jugendliche und Ältere hatten viel Spaß. Monschauer und Eifeler Vereine und Organisationen präsentierten ihre Arbeit an zahlreichen Ständen. In der Aukirche gab es eine eindrucksvolle Ausstellung von Bildern ukrainischer Kinder.
Neben der evangelischen Stadtkirche auf einer Bühne stellte Bruna Battistella-Allgaier die Arbeit des Café International Monschau e.V. vor. Das Café International hatte auch einen ‚leckeren‘ Stand zentral auf dem Marktplatz. Es gab bei uns iranische selbstgemachte Baklava und selbstgebackenes albanisches vegetarisches Burek. Und hinter unserem Stand war eine Hüpfburg, in der zeitweise die ganze Welt hüpfte – Europa, Asien, Afrika, groß und klein, Mädchen und Jungen aller Altersklassen. Leider konnten wir von den aus aller Welt hüpfenden Kindern kein Video machen. Das hätte ich sehr gerne getan, aber da gibt es den Datenschutz und wir hätten die ganze Welt um Foto-Erlaubnis fragen müssen. Daher bleibt nur die kurze Beschreibung dieses schönen Anblicks von hüpfenden und kreischenden Kindern in einer überdimensionalen Hüpfburg-Kuh (siehe Bild unten)..
An unserem Stand wurden auch sehr kunstvoll afrikanische farbige Zöpfchen geflochten. Am Anfang lief das Flechten noch langsam an und es haben sich sogar ein paar ältere Mitglieder des Cafés Zöpfe flechten lassen. Aber dann am Nachmittag ging es richtig los und viele Kinder sind ‚bezopft‘ nach Hause gegangen.
Ich hoffe, dass nach diesem schönen Tag nicht nur die Helfer müde waren, sondern auch die Kinder!
Ein gelungenes Stadtfest, gut organisiert von der Stadt Monschau, das sicher nach Wiederholung ruft!
Pünktlich um 8:00 Uhr startete der Bus für rund 50 Geflüchtete am Himmelfahrtstag von Simmerath aus zu einer spannenden Tour nach Kommern. Eine bunt gemischte Gruppe mit Erwachsenen und Kindern aus der Ukraine, aus Afghanistan, Nigeria, Tadschikistan und Syrien konnten im Freilichtmuseum bei Sonnenschein auf Entdeckungstour gehen.
Alte Handwerks- und Haushaltstechniken konnten bestaunt werden (Lehm-, Stroh- und Holzbauweise und auch ‚Windmühlen‘ werden ja wieder modern!) und Vergleiche mit heimatlich Bekanntem konnte man ziehen. Fragen zur Heiztechnik wurden gestellt: wie heizte man und wie hielten sich die Menschen im Winter warm? Warum gab es Betten, die wie Schränke verschließbar waren?
Die Haustiere wie Pferde, Ziegen, Gänse und die im Wald freilaufenden und eifrig pickenden Hühner erfreuten nicht nur die Kinder.
Waren die Menschen früher denn kleiner, so fragte sich manch einer nach dem Betrachten eines alten Bettes oder nachdem sein Kopf mit dem niedrigen Türsturz eines Hauses Bekanntschaft gemacht hatte.
Neben den regionalen Baugruppen des Freilichtmuseums, wo die Teilnehmer auch das unten abgebildete Haus aus dem ihnen bekannten Monschau / Rohren fanden, berührten die Besucher vor allem Flüchtlingsunterkünfte für die Vertriebenen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Auch moderne Container für Geflüchtete nach 2015 waren ausgestellt und konnten besichtigt werden – sie gehören jetzt auch zur deutschen Geschichte.
Zum Ausklang des Tages ging die Fahrt weiter nach Nideggen. Nach dem Besuch des Nideggener Handwerkermarktes genossen alle den weiten Blick von der Burg auf den Buntsandsteinfelsen ins Rurtal.
Dieser Ausflug wurde durch den Arbeitskreis Langschoß ermöglicht, der Geflüchtete in der Gemeinde Simmerath unterstützt. Dafür und auch bei der guten Busfahrerin bedanken wir uns recht herzlich!
Beteiligt sind die Oberbürgermeisterin, Vertreter aller Aachener Fraktionen, Kirchen, Gewerkschaften und weiterer Verbände. Damit soll ausdrücklich auch das bürgerlich-konservative Milieu mit angesprochen und in die Proteste gegen die AfD eingebunden werden.
Wir als Café International Monschau stehen für interkulturelle Zusammenarbeit und Toleranz. Wir haben über die Jahre viele Migranten begleitet. Viele arbeiten inzwischen hier z. B. in der Altenpflege, Gastronomie, im Handwerk, als Busfahrer, im Gesundheitswesen, als Unternehmer, um nur einige Beispiele zu nennen.
Wir wissen, dass Integration nicht immer einfach ist und die Zusammenarbeit vieler bedarf, aber wir profitieren durch unsere neuen Mitbürger als deutsche Gesellschaft menschlich und auch wirtschaftlich – das hat unser Land stark gemacht! Auch sind viele gute Freundschaften entstanden.
Die Ausgrenzungs- und Abschiebephantasien der extremen Rechten und der AFD sind unakzeptabel und widersprechen den Menschenrechten und unserer Verfassung. Die Abschottung Deutschlands von Europa und international wäre nicht nur menschlich, sondern auch wirtschaftlich eine Katastrophe. Wir stehen daher für Menschenrechte und Toleranz. Gegen Inhumanität! Wir stehen für Deutschland und Europa.